How to Projektmodul

Du hast die ersten Semester überstanden und bist nun (wahrscheinlich) im 5. Semester vor einer der letzten großen Hürden im Studium angekommen – dem Projektmodul :0. Doch keine Sorge, auch das Projektmodul ist nicht unmöglich! Damit du es möglichst stressfrei meisters und elegant darüber hinwegspringst, haben wir hier alle wichtigen Infos und hilfreiche Tipps gesammelt.

Betreuer*innen finden

Wenn du eine tolle Projektidee hast, oder du ein Praktikum machst musst du dir ein*e Betreuer*in suchen. Am einfachsten geht das bei der Projektauktion. Dafür kannst du deine Idee an Christian Sandig schicken (per Mail) und eine kleine Präsentation vorbereiten. Du kannst natürlich auch einfach direkt Dozierende kontaktieren und fragen, ob sie dich betreuen (wobei „einfach“ darauf ankommt, wie schnell du Antworten bekommst und ob sich Dozierende mit deinem Thema auskennen). Manche Dozenten erreichst du nicht so schnell per Mail, sonder besser über Slack, Discord oder per Telefon. Um dir das Suchen nach passenden Dozierenden zu vereinfachen, haben wir eine Liste mit möglichen Betreuer*innen zusammengestellt:

Größte Stolpersteine

Vielleicht hast du schon ein paar Schauergeschichten über Projekte gehört, die sich über mehrere Semester dahinschleppen und einfach nicht zu einem natürlichen Ende kommen wollen. Wenn du dich wunderst, wie so etwas passiert oder wie du das vermeiden kannst, hier eine kleine Liste der häufigsten Schwierigkeiten

  • Selbstorganisation und Projektmanagement
    Die größte Herausforderung, aber auch beste Vorbereitung für z.B. deine Bachelorarbeit, ist, dass du dein eigener Chef bist. Du musst selbst dafür sorgen, Zwischenziele festzulegen und einzuhalten. Leider haben die meisten Studis aber genau damit Probleme – schau dir also vielleicht vor dem Projektbeginn ein, zwei Youtubevideos zu Projektmanagement an und nutze alles, was dir die Kontrolle über den Prozess bewahrt. Es gibt auch verschiedene Tools wie Trello oder ClickUp, die dir helfen können, den Überblick zu behalten.
  • Zeiteinteilung und Scope
    Behaltet im Hinterkopf: Das Projekt sollte in 4-6 Wochen machbar sein (300h). Oft haben selbst die Betreuer:innen nicht wirklich eine Idee davon, wie viel Aufwand euer Projekt bedeutet. Indem ihr euch aber zeitlich Zwischenziele einplant und immer wieder evaluiert, ob diese gut erreichbar sind, bemerkt ihr hoffentlich noch vor dem 3.Monat ob ihr euch in der Größe verschätzt habt. Generell ist es hilfreich, wenn möglich zuerst einen Prototypen bzw. eine kleinere Version eures Projektes auszuprobieren und dieses dann Schritt für Schritt zu erweitern.
  • Unklarheit
    Was muss ich als nächstes machen? Die Frage hat bei mir einen Monat Prokrastination hervorgerufen. Damit euch das nicht passiert, müsst ihr immer die nächsten zwei Schritte bereits im Kopf haben. Beendet keinen Aufgabenkomplex, ohne eine Idee darüber zu haben, was ihr mit euren Ergebnissen dann eigentlich anfangen könnt! Das bedeutet, ihr solltet nicht nur eine grobe Roadmap für das gesamte Projekt haben, sondern werdet so genau wie möglich, so weit wie nötig. Welche Tools könntest du gebrauchen? Welche Personen arbeiten in dem Bereich, die dir helfen könnten? Scheue dich nicht, auch Forscher:innen anderer Unis oder Einrichtungen zu kontaktieren. Aber dann am besten mit konkreten Fragen im Kopf! Gehe so vor, wie auch in einer Hausarbeit: Zuerst kommt das Thema, dazu entwickelst du eine konkrete Fragestellung, die du dann in einer groben Gliederung bearbeitest. Dann machst du Stück für Stück Recherche und Anpassung. Nicht: Die Einführung in Perfektion und danach Flaute.
  • mangelnde Kommunikation
    Nicht zu unterschätzen! Dein:e Betreuer:in sollte immer darüber Bescheid wissen, woran du gerade arbeitest und mit welcher Zielstellung. Im besten Fall sind die Betreuer:innen dann nämlich Accountabilitypartner und halten dich vom Prokrastinieren ab, Minimum bewahrt es dich vor einer Themaverfehlung. Außerdem kennen sich die Betreuer:innen meistens gut in deinem Projektbereich aus und können dir Tipps, Literatur und Ansprechpartner vermitteln. Triff dich also regelmäßig (z.B. im 2-Wochentakt) mit deiner:m Betreuer:in. Frag auch mal nach, was für Bewertungskriterien in deine Note einfließen werden und was dem:r Betreuer:in wichtig ist.

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